Das Deutsche Buchbinder-Museum e.V. im Gutenberg-Museum wurde im Jahr 1962 vom "Verein Buchbinder-Museum" ins Leben gerufen. Es hat seinen Sitz in der Gutenbergstadt Mainz. In den Räumen des Gutenberg-Museums zeigt die Abteilung "Deutsches Buchbinder-Museum" eine in Deutschland einzigartige Sammlung zur Geschichte des Buchbinderhandwerks.
Die Abteilung ist in die Bereiche "Geschichte der Buchbinderei", "Materialien und Techniken", "Historische Bucheinbände" sowie in den Bereich der "Alten Buchbinderwerkstatt" unterteilt.
In dem Ausstellungsraum finden sich als einmalige Stücke eine Buchbinder-Innungslade von 1752, eine Zunftkanne von 1655 sowie das Vergoldemusterbuch des Berliner Hofbuchbinders Karl Lehmann aus den 1820er Jahren. Ebenfalls zu sehen sind verschiedene Bucheinbände des 15. bis 21. Jahrhunderts, wie zum Beispiel von Otto Dorfner, Sonnfriede Scholl oder Gotthilf Kurz.
Zu den besonderen Maschinenexponaten zählen eine Fadenheftmaschine aus dem Jahr 1897 sowie eine der ältesten noch funktionierenden Drahtheftmaschinen aus den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts.