Kleine Handpresse, Klotz- und Stockpresse
Die kleineren Pressen (Hand- und Klotzpresse) dienten dazu, den Buchblock für das Kapitalstechen, zum Abpressen des Falzes, die Schnittverzierung oder zum Einledern des Rückens zu fixieren. Die Nägel an der Seite der kleinen Handpresse benötigte man, um die Bünde mit einer Kordel beim Einledern des Buches abzubinden.
Neben diesen Pressen gehörte die Stockpresse, eine seit Jahrhunderten gebräuchliche, ursprünglich hölzerne Standpresse mit herabzudrehendem Kopfteil, zur unverzichtbaren Ausstattung einer Buchbinderei. Es gab sie in vielen verschiedenen Ausführungen, die von der kleinen Handwerks-Tischpresse bis zu den großen viersäuligen Packpressen für den industriellen Bedarf reichten.
In den Stockpressen konnte das ganze Buch bzw. ein ganzer Buchstapel auf einmal eingepresst werden.